Cost-benefit assessment questionnaire on the Integrated Reporting Framework for the banking industry
Zusammenfassung
Die Europäische Zentralbank veröffentlichte im November 2020 einen Kosten-Nutzen-Fragebogen zum geplanten Integrierten Berichtsrahmen (IReF) für die Bankenbranche. Die Befragung war Teil der zweiten Phase der 2018 gestarteten IReF-Kosten-Nutzen-Analyse und diente der Bewertung von Basisszenarien, nicht der Festlegung einer endgültigen Lösung. Im Mittelpunkt steht die Integration statistischer Anforderungen zu Bilanzpositionen, Zinssätzen, Wertpapierbeständen, granularen Kredit- und Kreditrisikodaten sowie weiteren Finanz- und Außenstatistiken in einen standardisierten Rahmen. Der Fragebogen behandelt unter anderem Datenmodell und Granularität, nationale Zusatzanforderungen, Übermittlungsfristen, Revisions- und Ausnahmeregeln, Transaktionsmeldungen, Implementierung und Validierungsprüfungen. Das beigefügte Entwurfsmeldeschema unterscheidet granulare und aggregierte Daten und umfasst je nach Institut unter anderem Kredite, Wertpapierbestände und -emissionen, Einlagen, Derivate sowie sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. An der Erhebung sollten alle Länder des Euroraums sowie Schweden teilnehmen; die nationalen Zentralbanken strebten eine Abdeckung von mindestens 80 % der inländischen Bankaktiva an. Anschließend sollten ein Verordnungsentwurf und eine öffentliche Konsultation im Jahr 2023 folgen, während die Einführung des IReF für den Zeitraum 2024 bis 2027 vorgesehen war; Änderungen sollten auf Grundlage der Befragungsergebnisse erfolgen.